„DREI ZINNEN ALPINE RUN“ September 2018

Zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Sponsoren bedanken, die mir bei meiner Teilnahme am „Drei Zinnen Alpine Run“ eine große Unterstützung waren. Und an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Glückwunsch an alle Finisher und vor allem an die vielen freiwilligen Helfer vor Ort, ohne die ein so großartiges Event nicht möglich gewesen wäre.

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Für mich als Organisatorin des Spendenlaufprojektes „RUN & HELP“ zugunsten ÄRZTE OHNE GRENZEN war es etwas ganz besonderes, beim „Drei Zinnen Alpine Run“ als Charity-Läuferin an den Start gehen zu dürfen. Meine Liebe zu den Bergen hatte mich dazu bewogen, bereits 4 Tage vorher anzureisen, um die optimale Vorbereitung für diesen Lauf zu gewährleisten. Bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Lauf habe ich die Strecke zur Hälfte schon einmal abgelaufen. Für mich war dies besonders wichtig, um mich mental auf diesen Lauf einzustellen. Ob es nun richtig ist, schon vorher zu wissen, wie die Strecke beschaffen ist, sei dahin gestellt. Für mich war es auf jeden Fall wichtig, schon einmal im Vorfeld einen Teil der Strecke in Augenschein zu nehmen.

So wartete ich dann entspannt auf den Startschuss am Wettkampftag. Mit den Klängen von „Fluch der Karibik“ in Sexten zu starten ließ in mir bereits ein Gänsehautfeeling aufkommen. Eine Runde durch den Ort, wo wir begeistert von den Zuschauern angefeuert wurden. Dann ging es weiter nach Sexten Moos hinaus ins Fischleintal, was nicht ohne Grund zum schönsten Tal der Welt bezeichnet wird. Die Strecke war noch moderat und ich konnte voller Begeisterung die unglaublich schöne Umgebung genießen. Weiter ging es zur Talschlusshütte im hintersten Fischleintal. Hier konnte ich am Verpflegungspunkt noch einmal genügend Energie auftanken, um den für mich sehr ambitionierten Streckenabschnitt zur Zsigmondyhütte zu bewältigen. Die Aussicht, die sich uns Läufern hier bot war einzigartig. So ließ ich mich dann auch zu dem ein oder anderen Fotostopp hinreißen. Es ging nach und nach immer steiler hinauf. Für mich begann hier der Teil, in dem ich die von meinem Sporthypnose Coach David Goldberg gesetzten Impulse voll und ganz einsetzen konnte. Jeder Schritt war für mich persönlich eine Herausforderung, erforderte höchste Konzentration, um nicht vor lauter Begeisterung einen Fehltritt zu riskieren. Ich habe mich durchgekämpft auf schmalen Geröll- und Felsabschnitten, teilweise über sehr steinige Passagen. Schon von weitem erblickte ich die Büllelejochhütte, die letzte Station bis zum Ziel. Hier erfrischte ich mich mit leckeren Orangenscheiben und Iso-Getränken. Es ging weiter auf einem kurzen Stück auch bergab und dann weiter eine gerade Passage an einem Geröllhang. Meine Muskulatur fühlte sich noch sehr gut an und so nutzte ich die moderaten Streckenabschnitte für kürzere Sprints, immer das Ziel als Magnet im Blick. Die letzten Kilometer forderten uns Läufer noch einmal alles ab. Es war ein Wechselbad der Gefühle von emotional bis kämpferisch und Glücksgefühlen, der Drei Zinnen Hütte immer näher zu kommen. Den letzten Kilometer lief ich voller Emotionen, mit Gänsehautfeeling bis zu den Haarspitzen. Es war ein wahnsinniges Gefühl, das Ziel schon zu spüren. So mobilisierte ich all meine Kräfte, die ich mir erstaunlich gut auf der Strecke eingeteilt hatte, um in die letzte Kurve einzubiegen. Ich hörte bereits die Musik und den Ziellautsprecher. Ich hatte es geschafft: Hörte meinen Namen im Zieleinlauf und lief mit einem Lächeln und voller Glücksgefühle durch den Zielbogen am Fuße der Drei Zinnen Hütte. Ich hatte den Lauf geschafft, alles richtig gemacht und konnte den Moment des Zieleinlaufs so richtig genießen. Die Medaille wurde mir umgehängt, der Zeitchip an der Startnummer entfernt. Es war für mich ein unwahrscheinliches Gefühl, dort oben zu einer der zahlreichen Finishern zu gehören. Jetzt erst einmal stärken am Finisherbuffet, ein paar Fotos als Erinnerung, Umziehen in wärmere Laufkleidung und ab mit meinem Kleidersack hinab ins Tal zur Fischleinbodenhütte, dort erwartete uns der Shuttle Bus. Was ich nicht ganz bedacht hatte, dass ich den Kleidersack ja persönlich mit ins Tal mitnehmen musste. Der Rückweg zu Fuß war sehr steil und ich musste aufpassen, hier nicht aufgrund der dann doch ermüdeten Muskulatur einen Fehltritt zu riskieren. Natürlich hatte ich viel zu viel in meinen Kleidersack gesteckt. Ich glaube, ich hatte den schwersten Beutel aller Teilnehmer. So war es dann eine ganz besondere Fügung, dass ein beherzter Läufer mir ab der Hälfte der Strecke den Kleiderbeutel abnahm und ihn bis ins Tal hinunter trug. Solche schönen Momente erlebt man unter Trailläufern, die so ganz anders sind in ihrer Mentalität als die Straßenläufer bei einem Marathon. Und deshalb liebe ich die Berge so sehr. Es ist einfach einzigartig, in der Natur einen Wettkampf zu bewältigen. Dann ging es zurück mit dem Bus zum Haus Sexten, dem Startpunkt. Es gab leckere Pasta, Obst und Kuchen. Besonders erwähnen möchte ich hier, dass dieser Lauf trotz seiner 1000 Teilnehmer eine fast familiäre Atmosphäre hat. Die Siegerehrung für alle Altersklassen habe ich mir noch sehr gerne angeschaut und habe dann den Heimweg in mein Domizil in Sexten Moos angetreten.

Es war ein ganz besonderer Tag für mich bei diesem perfekt organisierten Event mit dabei gewesen zu sein. In 2019 werde ich wieder mit dabei sein und sicherlich nur die Hälfte des Equipments in meinem Kleiderbeutel verstauen. Ich kann ja nicht immer auf einen beherzten Läufer hoffen …...